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sacherManchmal fällt einem das Aufstehen schwer, der Job noch schwerer und das Lachen sowieso. Dann ist man für diese ganz besonderen Kolleginnen umso dankbarer – Ich widme euch daher die heutige Sachertorte (die ihr morgen natürlich auch zur Verkostung bekommt; sie muss aber noch trocknen..) – dazu hören wir Queeeeen.

Übrigens, ich habe damals Stunden um Stunden Rezepte gewälzt, aber irgendwie war ich nicht so recht zufrieden – bis ich schlussendlich die Grundlage für das folgende Rezept entdeckt und ein bisschen daran herumgebastelt habe.

Wir legen gleich mal mit den Zutaten für den Teig los:

  • 120 g Schoko (Ich würde eine Mischung aus Kochschokolade und dunkler Kuvertüre vorschlagen.. für die Süßmäuler mehr Kochschoko und ansonsten mehr Kuvertüre)
  • 120 g Margarine
  • 6 (Freiland-) Eier
  • Prise Salz
  • 100 g Puderzucker
  • 80 g Feinkristallzucker
  • 120 g Mehl
  • zwei Messerspitzen Backpulver

Dann benötigen wir noch für die Füllung und Glasur:

  • Marillenmarmelade
  • (Rum)
  • Noch mehr Kuvertüre
  • Noch mehr Butter oder Margarine

Auf Anfang:

  1. Die Sache mit dem Wasserbad kennt ihr mittlerweile schon zur Genüge. Stellt schnell eines auf und schmelzt und vermengt die Margarine mit der Schokolade. Die Masse muss gut auskühlen, bevor wir sie weiterverarbeiten können (ist sie zu heiß, könnt ihr Chemie hautnah bewundern).
  2. Während alles auskühlt, trennt ihr die Eier und schlagt das Eiklar mit der Prise Salz (noch nicht ganz) steif. Lasst dann langsam den Kristallzucker hineinrieseln und schlagt das Eiklar weiter, bis es ganz steif ist.
  3. Jetzt könnt ihr den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  4. Vermengt nun Mehl und Backpulver und haltet schon ein Sieb bereit.
  5. Danach kümmern wir uns um Dotter und Puderzucker. Zuerst siebt ihr den Zucker über die Dotter, dann entstehen keine Knödelchen. Nun mixt ihr so lange, bis das Gemenge schön schaumig ist.
  6. Seid ihr soweit und ist auch die Schokomasse abgekühlt, gebt ihr diese langsam in mehreren Schritten zur Dottermischung und mixt währenddessen brav weiter.
  7. Nun müsst ihr bloß noch abwechselnd das Mehl (am besten gesiebt!) und den Eischnee unterheben.
  8. Backform bebuttern und bemehlen und die Torte ist fast soweit (wählt vielleicht eine kleinere Form, die Torte geht nicht allzu stark auf).

Nun zu den Besonderheiten beim Backen:

  • Die Torte kommt in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen, ihr lasst die Tür allerdings einen Spalt offen (hält die Tür nicht von selbst, klemmt zB einen Holzlöffel oder Ähnliches ein). Die Backzeit beträgt vorerst 10 Minuten!
  • Nach 10 Minuten reduziert ihr die Hitze auf 140 Grad und schließt die Ofentür. Die Sachertorte darf nun noch zwischen 40 und 50 Minuten im Rohr bleiben. Beobachtet die Torte einfach und macht den Stäbchentest (stecht am besten mit einem Holzstäbchen in die Torte.. bleibt nichts kleben, raus mit dem guten Stück).
  • Lasst die Torte nun auskühlen.

Je nachdem, wie eben oder auch uneben eure Torte geworden ist, habt ihr folgende Möglichkeiten:

  1. Die perfekte Sachertorte: Glückwunsch, ihr müsst sie nun nur noch in zwei bis drei Kuchenschichten unterteilen. Sollte man hierfür keinen Bindfaden verwenden wollen, gibt es hierzu vieleviele Hilfsmittel. Ich verwende übrigens dieses hier und bin sehr zufrieden.
  2. Sachertorte Modell “Hollywood Hills”: In diesem Fall habt ihr zwei Möglichkeiten; Entweder stürzt ihr einfach die Torte (quasi auf den Kopf), denn der Boden ist in jedem Fall schön flach oder, sollte eure Torte hierfür hoch genug sein, entfernt ihr einfach ein paar mm der Oberfläche und esst diese auf. Danach muss die Torte nur noch zerteilt werden.

Vorsicht beim Anheben der einzelnen Schichten: Entweder ein entsprechendes Helferlein oder – wie ich – zwei Messer verwenden, damit nichts bricht.

Bevor ihr die Marmelade aus dem Schrank holt, sollte es auf dem Tisch so ähnlich aussehen:

kuchenroh

Zielspurt:

  • Ihr erwärmt entweder die Marmelade (ich finde saure besonders gut mmmh) oder die Erwachsenen-Version, Marmelade mit einem Schuss Rum, kurz in der Mikrowelle.
  • Danach verteilt ihr die Marmelade seeeehr großzügig auf den einzelnen Teilen und setzt eure Torte wieder zusammen. Habt ihr eine Marmelade mit Fruchtstückchen gewählt, ist das bei den mittleren Schichten kein Problem, an der Oberfläche der Torte werdet ihr damit aber keine Freude haben, weil ihr die Schokoglasur damit nie glatt bekommt – und je glatter die Oberfläche, desto schöner die Glasur.

Die Glasur könnt ihr übrigens entweder fertig kaufen (naja) oder ihr schmelzt wieder Butter und Kuvertüre im Wasserbad (je mehr Butter, desto flüssiger, zu Beginn würde ich halb/halb vorschlagen.. einfach mal probieren, es darf jedoch nicht zu heiß werden).

Gute Nacht und viel Spaß :->

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